Wir haben einen großen Koffer, mit dem der Verbraucher spielen kann. Das ist so ein bisschen das Geheimnisvolle an uns, wir können uns immer wieder in einem neuen Licht zeigen.
Das gilt auch für die neue Ausführung Sägerau ...
Da wollen wir zeigen, wie rau und ursprünglich Holz wirklich ist, und wie surreal es ist, daraus eine glatte Oberfläche zu schaffen. Es geht um die Reduktion auf das Wesentliche, auf das, was wir brauchen. Früher war jedes Astloch ein Fehler, heute weiß jeder, dass es solche Bäume gar nicht gibt und das es mit dazu gehört.
Aber ist raues Holz nicht zu unpraktisch?
Natürlich mussten wir die Oberfläche aus funktionalen Gründen behandeln, aber die raue Optik ist geblieben.
Wie habt ihr das hinbekommen?
Wir haben einfach geschliffen, geölt und wieder geschliffen und wieder geölt. Das gibt’s so nur einmal, da steckt sehr viel Handarbeit drin. Nur die menschliche Hand kann Holz diese Optik und Haptik verleihen. Wir machen das mit zwei Hölzern, Eiche und Nussbaum – andere Farbtöne wären sich zu ähnlich, man braucht einen helleren Ton, Eiche bietet sich da als das archaische Holz förmlich an und Nussbaum ist dazu ein dunkler Kontrast.
Welche Erwartungen hast Du an die imm cologne?
Ich denke, das Thema Sägerau wird gewisse Wellen schlagen. Wir hatten in München und Wien einen sehr großen Zuspruch von den Verbrauchern. Ich bin gespannt, wie das Fachpublikum hier auf der imm cologne reagiert.